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Naturpark Saar-Hunsrück e.V.

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Trierer Straße 51

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Naturpark Saar-Hunsrück

Auf zwei Rädern die Natur genießen

Fahrradfahren im Naturpark Saar-Hunsrück bedeutet Wellness pur: Man hält sich fit, bleibt gesund und hat zusätzlich Spaß am Sport.  Nirgends kann man das Radfahren so sehr genießen wie in freier Natur, fern der Hektik des Alltags. Wer dem Stress und der Stadt entfliehen möchte, entdeckt garantiert die passende Tour im Naturpark Saar-Hunsrück.

 

Der Naturpark Saar-Hunsrück gehört zu den größten und attraktivsten Naturparks Deutschlands und lässt sich in Teilen auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg besonders gut erkunden. Der Naturpark liegt im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg und umfasst die Gebiete des Oberen Moseltales, des Unteren Saartales, des Pfälzisch-Saarländischen Muschelkalkgebietes, des Gutlandes, des Hunsrücks und des Saar-Nahe-Berglandes.

Vielfalt der Natur in malerischer Landschaft

Die Vielfalt ist ein besonderes Merkmal dieser Grenzregion: Vielfalt der Natur, der Landschaft und der Tierwelt. Durch die malerische Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück fließen Mosel, Saar, Ruwer, Prims, Nied und Nahe. Kuppige Hochflächen, enge und steile Durchbruchstäler bilden mit ausgedehnten Waldflächen und breiten Tälern einen abwechslungsreichen Kontrast. Grüne Wiesen und Moore kommen in den Tälern und entlang der Gewässer vor. Die Weinberge sind auch ein typisches Merkmal dieser Region und ermöglichen idyllische Aussichten in alle Richtungen.

 

Unterwegs bietet sich die Möglichkeit, zahlreiche Naturdenkmäler zu besichtigen. In der Nähe von Osburg befindet sich das Quellmoor "Weyrichsbruch", eines der bis heute natürlich erhaltenen Quellmoore des Hunsrücks. Es ist etwa 6,5 Hektar groß und steht unter Naturschutz. In der Nähe des Quellmoores sind sehr seltene Pflanzen zu sehen: Wollgras, Pfeifengras, Moosbeere, Rundblättriger Sonnentau und andere.

Quarzitkristalle als Herausforderung für Bergwanderer

Zu den geologischen Besonderheiten des westlichen Hunsrücks gehört das Naturdenkmal "Fleschfelsen“ bei Schillingen. Im dort vorhandenen Taunusquarzit treten weitere Gänge und Klüfte auf, in denen sich in früheren Zeitaltern milchig-weiße Quarzitkristalle gebildet haben. Wegen ihrer Höhe von 20 Metern sind sie eine echte Herausforderung für die Bergwanderer.

Die Mammutbäume, auch als Kaiserbäume bekannt, gehören zu den Naturgütern der Region. Diese Mammutbäume verdanken ihre Existenz einem besonderen Ereignis im Jahre 1871, als der frisch gekrönte deutsche Kaiser Wilhelm I. erstmals den Hunsrück besuchte. Aus diesem Anlass wurden diese Bäume gepflanzt. Kaiserbäume findet man ebenso am Tivoli in Hermeskeil, in Beuren und Bescheid.

Der Wasserfall bei Sommerrau ist ein besonders anschauliches und historisch wertvolles Exemplar der Region. Er entstand im 13. Jahrhundert, als mit dem Burgbau der Fels am Hals der Schleife durchbrochen wurde, wodurch ein neuer Wasserfall entstand. Er wurde zum Antrieb einer Mühle genutzt, die heute noch in Betrieb ist.

Einen wunderschönen Ausblick in Richtung Schillingen, Richtung Saarland, in das Ruwertal sowie auf die Berge der Eifel bietet der Seiferingstein bei Hinzenburg (539 m hoch).

Fleißige Biber, scheue Wildkatzen und seltene Fledermäuse

Die Fauna im Naturparkgebiet umfasst eine Vielzahl von Tierarten, darunter seltene oder sogar für die Region einzigartige. Ein Zuhause haben hier die Biber gefunden, die jahrelang wegen ihrer Pelze gejagt wurden. Die Biber bevorzugen langsam fließende oder stehende Gewässer mit reichem Uferbewuchs oder ausgedehnten Auenwäldern. Sie sind für ihre Dammbauten bekannt, mit denen sie Bäche aufstauen, und künstliche Teiche anlegen.

In diesem Großraum und im Hochwald kommt auch heute noch die Wildkatze vor. Die scheue und in ihrem Bestand gefährdete Tierart hat in den zerklüfteten Felsbereichen ideale Lebensmöglichkeiten.

Man kann hier auch Fledermäuse beobachten. Von den rund 20 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten finden sich im Naturpark Saar-Hunsrück unter anderem Zwergfledermaus, Kleiner Abendsegler, Braunes Langohr und Großes Mausohr. Die Große Hufeisennase als seltenste Art ist nur noch in wenigen Gebieten des Saar-, Nied- und Moselgaus anzutreffen.

Naturpark Saar-Hunsrück

Gründung: 1980

 

Größe: 1.976 Quadratkilometer

 

Bundesländer: Rheinland-Pfalz und Saarland

 

Landkreise: Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, St. Wendel und Trier-Saarburg

 

Schutzgebiete: Landschaftsschutzgebiete:

Rheinland-Pfalz: 91.807 Hektar

Saarland: 51.000 Hektar

 

Naturschutzgebiete:

Rheinland-Pfalz: 2.718 Hektar

Saarland: 4.198 Hektar

 

Flüsse: Mosel, Saar, Ruwer, Prims, Nied und Nahe

 

Höchste Erhebung: Erbeskopf bei Thalfang mit 818 Metern