Karl-May-Freunde Pluwig

„Einmal Winnetou sein . . .“

Reinhold Schomer als kleiner Winnetou, 1968. (Foto: privat)

Es war das Jahr 1962: Zum ersten Mal reitet Winnetou alias Pierre Brice in der Karl-May-Verfilmung „Der Schatz im Silbersee“ über deutsche Leinwände. Unter den Zuschauern ist der fünfjährige Reinhold Schomer. Er ist begeistert, vor allem von Winnetou, dem edlen Häuptling der Mescalero-Apatschen. Der Junge bekommt zu Fastnacht ein sackleinenes Winnetou-Kostüm, später die ersten Karl-May-Bücher geschenkt und beginnt zu träumen: „Einmal Winnetou sein, das wär`s…“

 

2007, mehr als 40 Jahre später: Wenn der 49-jährige Reinhold Schomer in Kostüm und Perücke auf seinem Iltschi vor 1200 Zuschauern auf der Freilichtbühne in Pluwig reitet, erinnert er sich an seinen Traum von damals. Denn er ist wahr geworden: Reinhold Schomer ist Winnetou. Alle zwei Jahre, wenn er bei den Winnetou-Festspielen der Karl-May-Freunde Pluwig den Apatschen-Häuptling gibt. Noch immer ist der Indianer Schomers großes Vorbild: „Ein edler Häuptling, der gerecht ist, hilft, Gutes tut. Daran kann man sich doch auch im wahren Leben orientieren.“

Die Familie steht hinter Winnetou

Vorbilder im Wohnzimmer: Lex Barker, Pierre Brice.

Dass Schomer ein großer Winnetou-Fan ist, zeigt nicht nur die Tatsache, dass er 2000 den Verein der Karl-May-Freunde gründete und seit 2001 Winnetou spielt. Ein Blick in das Wohnzimmer der Schomers in Trier-Irsch genügt: etwa 100 seiner 300 Karl-May-Bücher zieren ein langes Regal. Eine Nachbildung der Silberbüchse (Winnetous Gewehr) hängt über dem Esstisch zwischen großen gerahmten Bildern: eines zeigt Pierre Brice und Filmpartner Lex Barker in einer Filmszene. Ein anderes zeigt Reinhold Schomer in seiner Indianer-Tracht auf seinem Pferd Iltschi, das er sich 1999 gekauft hat.

 

„Es macht viel Arbeit“, sagt Lydia Schomer über das Hobby ihres Ehemannes: „Aber die ganze Familie unterstützt ihn. Alle Kostüme des Vereins sind bei uns untergebracht. Meine Tochter Irene spielt bei den Festspielen mit und bestickt die Indianer-Kostüme. Und ich helfe beim Aufbau oder beim Catering auf der Freilichtbühne.“ Die Familie begleitet ihren Winnetou in den Ferien auch zu anderen Karl-May-Spielstätten oder zu internationalen Fan-Treffen in die Karl-May-Stadt Radebeul.

Ein Wahnsinns-Hobby

Erwin Jünker, Pierre Brice und Reinhold Schomer in Trier, 2007. (Foto: privat)

Zurück zur Wanddekoration im Wohnzimmer des Pluwiger Winnetous: ein weiteres Bild zeigt ihn neben seinem großen Vorbild. Den Film-Winnetou Pierre Brice, den er seit seiner Kindheit bewundert, hat er schon zwei Mal getroffen: „Er ist ein ganz patenter Mensch. Das war wirklich ein Wahnsinns-Erlebnis. Zum dritten Mal treffen wir uns, wenn er zu uns auf die Freilichtbühne kommt.“

 

Wolfgang Annen, Bürgermeister von Pluwig.

Als „einfach Wahnsinn“ bezeichnet Reinhold Schomer auch die Kosten, Mühen und den Spaß, die ihm sein Hobby bislang gebracht hat. Kosten, die der Verein mit Unterstützung des Pluwiger Bürgermeisters Wolfgang Annen für das Spielgelände im Steinbruch in Pluwig, die Kulissen, Kostüme, Pferde und Technik aufwenden musste. Mühen, die es immer wieder kostet, Sponsoren zu finden, Texte zu lernen, die Ausstattung in Stand zu halten.

Spaß mit Freunden aus Kindertagen

Freunde: Erwin Jünker, Reinhold Schomer (Foto: privat).

Und nicht zuletzt: Spaß, den die Karl-May-Freunde haben, wenn sie „Winnetou und Old Shatterhand“ spielen. Mit dem Pluwiger Old Shatterhand, Erwin Jünker, verbindet Schomer zwar keine Blutsbrüderschaft, aber eine enge Freundschaft. Wie ihn kennt er auch Ernst Witz, den ersten Vorsitzenden des Vereins, und den übrigen Vorstand aus Kindertagen: „Ich habe sie 2000 gefragt, ob sie bei einem Verein und Winnetou-Spielen mitmachen würden und sie haben alle zugesagt und sind bis heute dabei.“ Neben etwa 100 weiteren aktiven Vereinsmitgliedern.

„So lange es geht“ will Reinhold Schomer, der bei den Stadtwerken Trier arbeitet, wenn er nicht gerade Winnetou ist, den großen Apatschen-Häuptling noch spielen. Er will weiterhin Zeit, Geld und „ganz viel Liebe“ in seinen wahr gewordenen Traum stecken.

- vom Radweg über eine Straße (K 53) erreichbar

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Zwischen Rebstöcken und Bruchsteinmauern lädt der zirka 5 km lange Wein- und Geschichtslehrpfad zum Schlendern und Traubenschlemmen ein. Zu einem landschaftlich reizvollen Spaziergang in den Sonnenhängen zwischen Waldrach und Mertesdorf gesellen sich in regelmäßigen Abständen zahlreiche Informationstafeln über den Wein und die Region. Der unbefestigte Weg über Kasel gibt immer wieder den Blick ins Ruwertal frei, auf die Ausläufer des Hunsrücks sowie auf die wohl bekanntesten Weinlagen der Ruwer "Kaseler Nies'chen", "Maximin-Grünhäuser Abtsberg" und "Eitelsbacher Karthäuserhofberg". Startpunkt ist der „Platz unserer deutschen Weinkönigin“ in Waldrach, auf dem die Kelterausstellung Einblick in über 1000 Jahre Weinproduktion gibt.

 

 

Weinlehrpfad als Film

Wegbeschreibung

Slightshow: Weinlehrpfad

PDF-Wegbeschreibung

Diese Attraktion finden Sie in der Thementour Wasser

- Knüppelpfad nur zu Fuß begehbar

- frei zugänglich

- Karten für die Vorstellungen kosten 10, ermäßigt 7 Euro

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Als eines der wenigen ursprünglichen Hunsrück-Moore beheimatet das Moor "Weyrichsbruch" nahe der Ruwerquelle eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten. Mit ein wenig Glück sehen Besucher sogar eine kleine Jungfer über die Mooskissen schweben, die sich allerdings bei genauerem Hinsehen als seltene Libelle entpuppt.

Über einen mit groben Hölzern ausgelegten Knüppelpfad lässt sich dieses Moor durchwandern – Radfahrer sollten aus Sicherheitsgründen ihre Räder auf dem 300 Meter langen Pfad schieben.