Der Wasserfall in Sommerau

Ein Naturdenkmal aus Menschenhand

Südöstlich von Trier liegt der nur 76 Einwohner zählende Ort Sommerau in einem abgeschiedenen Kessel des Flüsschens Ruwer. Ein Wasserfall prägt den Kern dieses mit dem Rad gut erreichbaren Dorfes und bildet neben der Sommerauer Burgruine aus dem 13. Jahrhundert ein Wahrzeichen der Ortsmitte.

Bis vor 800 Jahren umfloss die Ruwer den Burghügel noch als Mäander. Dann durchbrachen die Bauherren vom Rittergeschlecht "Von der Brücke" beim Burgbau die Felszunge am Hals der Schleife. Zurück blieb ein kegelartiger Fels, auf dem das erstmalig 1303 urkundlich erwähnte Bauwerk errichtet wurde.

Steg über die Ruwer nach einem Stich von 1830

Durch diese landschaftliche Umgestaltung entstand ein neuer, vertiefter Bachlauf mit dem Wasserfall im historischen Ortskern.

Doch Beschaulichkeit im Dörfchen war nicht das Motiv der Baumeister: Vielmehr ist der Wasserfall in Sommerau ein Produkt zur Nutzung der Wasserkraft. Denn Sommerau war über die Jahrhunderte hinweg ein Ort der Müller. Von dieser Generationen überspannenden Mühlentradition hat sich bis in die Gegenwart eine modern ausgerüstete Mahlmühle erhalten.

Wegbeschreibung

Ruwer-Hochwald-Radweg

Vom Radweg im Ort abfahren und Richtung Dorfmitte fahren.

 

Mit dem PKW

Von Trier über die L 144 an Trier-Tarforst vorbeifahren bis zur Abbiegung der Kreisstraße 57 nach Korlingen. Dieser bis Gutweiler folgen und im Ort auf die K 64 nach Sommerau abbiegen.

Öffnungszeiten & Eintritt

- frei zugänglich & kostenlos

Erreichbarkeit

- am Radweg gelegen

- leicht erreichbar

In der Nähe

- Burgruine Sommerau

 

 

Literatur & Quellen

Abbildung Holzstich:
Städtisches Museum in Trier.
In: Lauer, Dittmar (2003),
700 Jahre Sommerau,
Alta Silva, Kell am See, S. 92.