Römische Bauwerke in Trier

Kaiser Konstantin auf der Spur

Porta Nigra

Das berühmte Trierer Stadttor, erbaut etwa 180 nach Christus, ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Seine Mauern wirken noch heute unüberwindbar. Sie bestehen aus riesigen Steinquadern mit einem Gewicht von bis zu sechs Tonnen, die ohne Verwendung von Mörtel mit eisernen Klammern zusammengehalten wurden. Nach dem Niedergang des Römischen Imperiums hatte die Porta Nigra eine faszinierende Geschichte. Nachdem sich der griechische Heilige Simeon im Jahr 1028 in ihrem Ostturm eingemauert hatte, wurden zu seinen Ehren zwei übereinander liegende Kirchen auf den Mauern des Tors errichtet. Fast 800 Jahre lang hatten die Gotteshäuser Bestand, bevor der siegreiche Napoleon sie abtragen ließ. So zeigt die Porta Nigra heute wieder ihr römisches Gesicht.

Basilika

Der antike Thronsaal des Kaisers Konstantin ist heute der größte erhaltene Einzelraum des antiken römischen Reiches. Ihre Ausmaße sind wahrlich eines Kaisers würdig: Die Aula ist fast 30 Meter breit, 33 Meter hoch und erstreckt sich über eine Länge von 67 Metern. Aufgrund der Architektur wirkt Raum in seinem Inneren optisch tiefer als er eigentlich ist. In ihrer wechselvollen Geschichte diente die Basilika als Siedlungsraum der Franken und als Verwaltungszentrum der Trierer Erzbischöfe. Nach 1641 wurden drei prachtvolle Palastflügel an die Basilika gebaut. Heute ist sie eine evangelische Kirche.

Kaiserthermen

Die Badeanlage in Trier gehörte zu den größten ihrer Art im gesamten Römischen Reich. Sie ist heute noch gut erhalten, obwohl die Ruine im Mittelalter als Teil der Stadtmauer und sogar als Steinbruch zweckentfremdet wurde. Von den sechs Kesselräumen, die das kalte Wasser auf 40 Grad aufheizen konnten, sind noch vier erhalten. Neben dem früheren Warmbadesaal, „caldarium“ genannt, können auch das Kaltbad („frigidarium“) sowie die unterirdischen Bedienungsgänge besichtigt werden.

Zusätzlich zu den normalen Besichtigungen finden in den Kaiserthermen in den Sommermonaten viele verschiedene Veranstaltungen statt: Konzerte, Theateraufführungen, Open Air-Kino und andere.

Amphitheater

Schon im Jahre 100 nach Christus erbaut, bot das Amphitheater Platz für 20.000 Menschen. Noch heute lässt sich beim Besuch erahnen, welches Prestige eine Stadt hatte, die sich eine solche Sportstätte leisten konnte. Die antiken Baumeister nutzten in Trier – anders als in ähnlichen Anlagen – die natürliche Form des Petrisbergs. Auf diese Weise konnten sie auf einer Seite des Theaters darauf verzichten, einen künstlichen Hang zu erschaffen. Die Hänge werden durchbrochen durch künstliche Eingänge, die aus Stein gefertigt wurden. Unterhalb des Theaters befindet sich ein Keller, der wahrscheinlich im antiken Trier eine Hebebühne in die Arena beherbergt hat.

Zusätzlich lockt das Amphitheater mit interessanten Veranstaltungen wie den Antikenfestspielen. Entsprechende Informationen gibt die Trierer Touristeninformation oder die offizielle Homepage www.trier.de.

Barbarathermen

Eine weitere Badeanlage des antiken Trier, entstanden im 2. Jahrhundert nach Christus. Mit einer flächenmäßigen Ausdehnung von 172 Metern Breite und 240 Metern Länge gehörten die Thermen zu den größten ihrer Art im Römischen Reich. Ihren Namen verdanken sie einem Kloster, das allerdings nicht mehr erhalten ist. Da die Barbarathermen Jahrhunderte lang als eine Art Steinbruch verwendet wurden, befinden sie sich in einem schlechteren Zustand als etwa die Kaiserthermen. Jedoch locken sie mit einer rekonstruierten Fußbodenheizung ihre Besucher an.

Römerbrücke

Die Römerbrücke über die Mosel ist die älteste römische Brücke nördlich der Alpen. In insgesamt drei Bauphasen zwischen 16 vor und 152 nach Christus errichtet, hält die Brücke noch heute problemlos dem modernen Straßenverkehr Stand.

Öffnungszeiten & Eintritt

Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen entnehmen Sie bitte der Tourismus-Sektion auf der offiziellen Seite www.trier.de.

Hinweise

Neben dem Eintritt zu den einzelnen Bauwerken wird auch eine Sammelkarte angeboten. Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Tourismus-Sektion auf der offiziellen Seite www.trier.de.