Im Untergeschoss

- Darstellung einer Folterszene
Das Burg- und Hexenmuseum in Grimburg ist in einem von der Ortsgemeinde Grimburg im Sinne der Dorferneuerung restaurierten Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit Kasse und Informationsmaterial einschl.der Tourist-Information der Ortsgemeinde Grimburg und ein kleines Büro. Das Obergeschoss ist dem Burgmuseum vorbehalten. Dort sind in drei Abteilungen einmal die Funde der ehemals kurtrierischen Landesburg aus der fast 20jährigen Grabungskampagne (Keramik und Kacheln, Eisen und Gusseisen, Taken- und Ofenplatten, Sandsteinfragmente sowie Kleinfunde) untergebracht, zum anderen in sogenannten Zeitfenstern Informationen zur regionalen Geschichte, zur Bau- und Burggeschichte, zum Wiederaufbau usw. eingebaut.
In einem besonderen Schaukasten wird demnächst der Einzug Kaiser Maximilians I. in die Burg dargestellt. Maximilian, der letzte Ritter, besuchte die Landesburg mit einem Gefolge von vielen Fürsten, Grafen, Edelherren und Bischöfen, darunter der Trierer Erzbischof und Kurfürst Richard von Greifenclau. Der Kaiser hatte im April 1512 einen Reichstag nach Trier einberufen und eine Verhandlungspause zur Jagd in den wildreichen Hochwald genutzt. Neben der Grimburg suchte er auch die benachbarte Burg Dagstuhl auf, weilte in Zerf und übernachtete in der domkapitularischen Burg in Schillingen. In dem sogenannten Medienraum kann man sich über die kurtrierische Burgenlandschaft zur Zeit des Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Luxemburg informieren.
Im Obergeschoss

- Blick in das Hexenmuseum
Das Hexenmuseum im Dachgeschoss gibt einen Einblick in die schlimme Zeit des Hexenwahns im Trierer Land, vor allem im Hochwaldraum. Über 200 Frauen und Männer aus dem Bereich des Hochwaldes fanden als vermeintliche Hexen und Hexenmeister den Tod in der Brandhütte. Mit einfachsten Foltermethoden - die Opfer wurden in die Schnur gestellt - erpresste man die gewünschten Geständnisse, um über sie den Stab brechen zu können. Auf sechs großformatigen Tafeln ist der Ablauf der üblichen Hexenprozesse nachzulesen. Tafeln mit der Bilder-Cautio und dem Trierer Hexentanzplatz sind ebenfalls einzusehen. Ein Faksimile des letzten im Hochwaldraum geführten Hexenprozesses gegen Maria Sallen aus Schillingen - kurz vor Weihnachten des Jahres 1630 - einschließlich einer Umschreibung kann nachgelesen werden ebenso wie der Prozess gegen die Krämersfrau Herrichs Traud aus Niederkell im Jahre 1626 - den Klaus Maßem aus Schillingen auf 35 Tuschezeichnungen künstlerisch umgesetzt hat. Dem Jesuitenpater Friedrich Spee als engagiertem und wirkungsvollem Gegner der Hexenprozesse ist ein besonderer Platz gewidmet. Eine Abrundung erfährt das Hexenmuseum mit der Präsentation zahlreicher zeitgenössischer Buchtitel des 16. und 17. Jahrhunderts und einer kleinen Sammlung von Büchern aus heutiger Zeit, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Wegbeschreibung
Grimburg zu erreichen kann man zwischen zwei Routen wählen. Zum einen über Kreisstrasse 76 ab Kell ca. 6 km (sehr steil), zum anderen von Hermeskeil aus über Landstrasse ca. 7 km (leichte Strecke).





